Der WWF wurde 1961 als Stiftung in der Schweiz gegründet. Heute verfügt er in über 40 Ländern Niederlassungen und Partnerorganisationen. Die Entwicklung des WWF ist eine Erfolgsgeschichte in vielen Kapiteln. Die sibirischen Tiger und die Java Nashörner haben dank dem Einsatz des WWF überlebt. Von der Arktis bis Madagaskar, von der Donau bis zum Amazonas zeugen Hunderte von WWF Projekten vom beherzten Einsatz der Wissenschaftler und Naturschützer. Für den WWF arbeiten weltweit rund 3800 Mitarbeitende und Zehntausende freiwillige Helfer.
Der Einsatz lohnt sich. Allein in den letzten 10 Jahren konnte der WWF neue Schutzgebiete mit einer Fläche von über zwei Millionen Quadratkilometern (50 mal die Fläche der Schweiz) schaffen. Die Experten des WWF sitzen heute am Tisch, wenn es um Massnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen, um verbesserten Schutz von bedrohten Arten oder um die nachhaltige Nutzung der Süsswasserbestände geht.
In den letzten 15 Jahren hat der WWF 1,2 Milliarden Dollar in über 11 000 Projekten in 130 Ländern investiert – ein Drittel der jährlichen Militärausgaben der Schweiz.
Der WWF Schweiz spielt im globalen Netzwerk eine führende Rolle und hat die fachliche Führung über weltweite Aktivitäten, wie z.B. das Programm zur nachhaltigen Produktion von Palmöl, welches in der Schweiz in Partnerschaft mit der Migros initiiert wurde. Die vom WWF Schweiz seit Jahren verfolgte Kooperation mit wichtigen Wirtschaftszweigen ist heute Muster für das gesamte WWF-Netzwerk. Die Schweizer WWF-Erfahrung in der Jugendarbeit gelangt in vielen anderen Teilen Europas zum Einsatz.
Was wir noch nicht erreicht haben
Während die Weltbevölkerung in den letzten 30 Jahren um 62% zugenommen hat, zeigt der vom WWF geschaffene "Living Planet Index", der "Dow –Jones der Ökologie", im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 37%. Das bedeutet, dass der biologische Reichtum unserer Wälder, Flüsse und Meere um mehr als einen Drittel abgenommen hat. Tag für Tag sterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten aus – für immer. Die Löcher im biologischen Netz werden grösser. Nicht nur ferne Länder sind davon betroffen. In der Schweiz sind fast 40% der Vogelarten zum Teil markant am Abnehmen, darunter auch der gewöhnliche Hausspatz.
Die Ziele des WWF Schweiz
Der WWF Schweiz ist eine Stiftung. Der ehrenamtliche Stiftungsrat ist als oberstes Organ verantwortlich für die Festlegung der langfristigen Strategie. Die Geschäftsstelle hat in Zusammenarbeit mit den kantonalen Sektionen die Aufgabe, durch ein integriertes operatives Programm die strategischen Ziele zu erreichen.
Die programmatischen Schwerpunkte des WWF Schweiz sind in Anlehnung an die internationalen Prioritäten die Themen Klima (Link auf Klimaseite von wwf.ch), Wald (Link auf Waldseite von wwf.ch) und Wasser (Link auf Wasserseite von wwf.ch).
Innerhalb dieser Themengebiete setzt sich der WWF Schweiz die folgenden Ziele:
- Einen ökologischen Lebensstil fördern
Um das Ueberleben der Menschheit zu sichern und eine ausgeglichene Entwicklung zu ermöglichen, muss der Pro-Kopf-Verbrauch von Ressourcen in den industrialisierten Ländern massiv reduziert werden. Der WWF Schweiz fördert eine Veränderung des Lebensstils – weg vom Übermass, hin zu mehr Lebens- und Umweltqualität.
- Die Wirtschaft in die Verantwortung einbinden
Im Dialog mit der Wirtschaft erarbeitet der WWF Schweiz neue Formen der Zusammenarbeit, welche die Wirtschaft nachhaltiger und langfristig erfolgreicher machen. Dazu gehören globale Partnerschaften und Kooperationen in konkreten Projekten.
- Wilde Alpen nachhaltig nutzen
Die Alpen sind eine der 200 Ökoregionen, die der WWF weltweit definiert hat. Der WWF Schweiz setzt sich dafür ein, dass der Alpenraum nachhaltig genutzt wird, damit Menschen und Natur harmonisch zusammenleben und dass ausgewählte Gebiete einer ungestörten Entwicklung überlassen werden.
Der WWF Schweiz engagiert sich auf den internationalen Terrain für den Schutz von Meeren, Küsten und bedrohte Arten. Das Amazonasbecken, Ostafrika, Südostasien und Osteuropa sind die Fokusgebiete.
Der WWF Schweiz ist parteipolitisch unabhängig. Es sucht mit allen am Umweltprozess beteiligten Partnern den offenen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog.
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